Das Schloss: die Geschichte, der Familienbesitz, die Kirche

Die Geschichte

Das teils aus dem Mittelalter, teils aus der Renaissance stammende Schloss Calcione existiert seit dem 10. Jahrhundert. Ursprünglich im Besitz der Mönche von Sant’Eugenio, wurde es im 13. Jahrhundert von der sienischen Tolomei Familie gekauft. Am 17. Mai 1381 schenke Diego Tolomei das Schloss Calcione der Republik von Florenz. Calcione wurde Ende des 15. Jahrhunderts zu einem militärisch-bedeutendem, florentiner Vorposten gegen Siena.

Bis heute sind die Grenzen des Anwesens exakt dieselben wie damals. Sie dienten als Linie zwischen den zwei Provinzen Siena und Arezzo. Nachdem 1555 Florenz Siena erobert hatte, verlor Calcione seine militärische Funktion und wurde im Ziele der Land- und Forstwirtschaft genutzt. Das Schloss dient seit dieser Zeit als Stammsitz der Familie Lotteringhi della Stufa. Großherzog Ferdinando dei Medici erhob 1632 den Besitz in ein Markgrafentum. Seitdem verbinden sich Geschichte, Tradition und Leben der alten Familie mit diesem Schloß.

Der Familienbesitz

Das Gut liegt zwischen den Hügeln des Val di Chiana in einer der schönsten Gegenden der Toskana mit jahrhundertealten Bäumen, Olivenhainen, Weinbergen und Ginsterbüschen. Die Landhäuser sind inmitten der Wälder und Felder des Grundstücks gelegen und wurden alle aufwendig renoviert um die originalen, architektonischen Charakteristiken beizubehalten. Großräumige und behagliche Innenräume verbinden die freundliche Atmosphäre der antiken Möbel mit den modernsten Annehmlichkeiten.

Die Häuser von Calcione liegen alle in der Nähe von kulturell sehr interessanten Städten und sind ebenfalls ideal für ruhige Ferien im Herzen der unberührten Natur. Überall findet man unentdeckte Schätze, doch besonders die weniger bekannten Gemeinden und Dörfer der Toskana und Umbriens sind kleine Juwelen - wie zum Beispiel Cortona, Lucignano, Montalcino, Monte Oliveto, Monte San Savino, Pienza, Sansepolcro, Gubbio, Todi, Urbino...

Auf dem Anwesen liegen drei große Seen, Schwimmbäder und ein Tennisplatz; ideale Voraussetzungen für einen abwechslungsreichen und besonderen Urlaub: Sport, Studium, Erkundung der Umgebung oder das einfache Gefallen am Nichtstun. Es gibt Golfplätze, Thermalquellen und Reitställe in unmittelbarer Nähe. Eine Vielzahl von Veranstaltungen in dieser Gegend sorgt für zusätzliche Unterhaltung während Ihres Urlaubes. Calcione produziert und füllt sein eigenes, hochklassiges Olivenöl extra Vergine ab, welches das Grundelement der toskanischen Küche darstellt.

Ebenso werden Wein und Honig in eigener Produktion hergestellt und das Gemüse wird in Calcione selbst angebaut. In Übereinstimmung mit der italienisch-kulinarischen Tradition finden Sie in der Gegend eine Auswahl an guten Restaurants mit lokaler Küche. Die besten Weingüter der Toskana und Umbriens liegen in der Nähe von Calcione und können innerhalb kurzer Fahrzeit erreicht werden. Weitere Details finden Sie auf unserer Speise- und Weinseite.

Die Kirche

Angebaut an das Schloss befindet sich die Kirche. Das gegenwärtige Gebäude kann genau zu Anfangszeiten des 18. Jahrhunderts datiert werden, man geht aber davon aus, dass es mindestens 100 Jahre älter ist. Bis vor ungefähr 30 Jahren war die Kirche der Sitz der Urpfarre unter der Zuständigkeit des Bischofs von Arezzo. Bis zum Ende der 50er Jahre diente die Kirche mehr als 300 Seelen, doch mit dem Beginn der Landflucht bedeutete es das Ende für die Gemeinde.Im Inneren ist die Kirche mit Fresken des Malers und Radierers Luigi Ademollo (geb. 1764 – †1849) bemalt.

Ademollo ist einer der individuellsten Vertreter des italienischen Neoklassizismus. Nach seinem Abschluss auf der Mailänder Akademie in sehr jungen Jahren verbrachte er einige Zeit in Florenz, wo er als Bühnenbildner arbeitete. Ademollo ging 1785 nach Rom, um dort klassische Antike zu studieren. Nach seinem Studium ließ er sich 1788 in Florenz nieder, wo er an der “Accademia di Belle Arti” zugelassen wurde. Dort lebte und arbeitete er bis zu seinem Tod. Er war vor allem in der Toskana aktiv, wo seine Arbeit besonders von Erfolg gekrönt war, denn es gibt zahlreiche, dokumentierte Fresken mit historischen und allegorischen Themen, genauso wie Verzierungen von Kirchen, Palästen und öffentlichen Gebäuden in Florenz, Siena und Arezzo.

Ademollo profilierte sich ebenso als Zeichner und Radierer, da er eine große Anzahl an zeichnerischen Werken und über 400 Radierungen entworfen hat. Ademollo hatte eine deutliche Vorliebe für Menschenmengen: Er bevorzugte es, vielfigurige, dynamische und aufwendige Kompositionen, welche ihm die Möglichkeit boten, eine große Anzahl an verschiedenen Bewegungen und Emotionen darzustellen.

Das hohe Altargemälde zeigt Sant’Ansano, San Pietro, Sant’Andrea und San Rocco. Auch Reliquien sind in der Kirche konserviert. Die Reliquie des heiligen Giocondo, einem jungen, syrischen Märtyrers, wurde im 16. Jahrhundert von einem Mitglied der Familie della Stufa hierher gebracht und befindet sich immer noch komplett in Wachs bedeckt in der Kirche.

Toscana P.L.D.S. - Località Il Calcione, 102 - 52046 Lucignano - Arezzo - Italien
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